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Für alle, die es genau wissen wollen

Sicherheit im Detail

Die kurze Fassung steht auf „Wie es funktioniert". Hier ist die ganze Tiefe: jeder Fall, jede Detail-Frage. Wähl die Frage, die dich betrifft.

Alle abgesicherten Fälle

Ich komme nicht mehr in meinen Tresor
Du vergisst dein Passwort.
Mit einem anderen gekoppelten Gerät vergibst du in Sekunden ein neues. Gar kein Gerät mehr? Deine Vertrauenspersonen stellen den Zugang gemeinsam wieder her.
Dein Handy geht verloren oder kaputt.
Du wechselst auf ein anderes gekoppeltes Gerät, ohne Schutzfrist. Der verschlüsselte Tresor liegt auf jedem davon.
Du verlierst alle deine Geräte.
Deine Vertrauenspersonen stellen den Zugang gemeinsam wieder her. Eine allein kann das nicht; eine Schutzfrist schützt zusätzlich.
Eine Vertrauensperson fällt aus.
Vorgesehen: es sind immer mehr festgelegt, als zur Freigabe nötig. Eine darf jederzeit ausfallen.
Jemand will an mein Geld
Dein Passwort wird gestohlen.
Reicht nicht: zum Öffnen gehört zusätzlich ein Geheimnis, das nur auf deinem Gerät liegt.
Dein Gerät wird gestohlen.
Ohne dein Passwort bleibt der ganze Tresor verschlüsselt und für einen Dieb wertlos.
Jemand gibt sich als du aus.
Sobald jemand in deinem Namen eine Wiederherstellung startet, wirst du gewarnt und kannst sie stoppen.
Du willst dich besonders absichern.
Schon heute reicht dein Passwort allein nicht: Zum Öffnen gehört ein Geheimnis, das nur auf deinem Gerät liegt. Eine zusätzliche Bestätigung per Authenticator-App für die heikelsten Aktionen ist vorbereitet und in der App als „Bald möglich" gekennzeichnet.
Wenn ich nicht mehr da bin
Du stirbst: Kommen deine Erben an alles?
Ja. Deine Vertrauenspersonen geben gemeinsam frei, deine Erben weisen sich aus und erhalten alle hinterlegten Zugänge, ohne dass eine Vertrauensperson einen davon sieht.
Einer deiner Erben ist noch ein Kind.
Dann übernimmt dessen gesetzlicher Vertreter, wie sonst auch, wenn ein Kind erbt, über einen Notar.
Jemand täuscht deinen Tod vor.
Mehrere Vertrauenspersonen müssen unabhängig bestätigen, und du wirst gewarnt und kannst widersprechen.
Du bist handlungsunfähig (Koma), aber lebst.
Dann liegt kein Erbfall vor. Den Zugang regelt eine Vorsorgevollmacht, über denselben Vertrauenspersonen-Weg.
Wenn es Heldena nicht mehr gibt
Der Anbieter verschwindet, du lebst.
Du musst nichts tun. Dein vollständiger, verschlüsselter Tresor liegt auf deinen eigenen Geräten und funktioniert auch ohne uns.
Heldena ist weg und du verstirbst.
Auch dann kommen deine Erben an deinen Tresor: über deine Vertrauenspersonen und die Kopien auf deren Geräten, mit derselben App, ganz ohne uns. Deine Erben bekommen den Stand, den deine Vertrauenspersonen zuletzt abgeholt haben.
Selbst wenn man uns nicht vertraut
Wir wollen deine Daten mitlesen.
Können wir nicht. Deine Daten werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie uns erreichen. Den Schlüssel haben wir nie.
Unser Server wird gehackt.
Deine Werte, Zugänge und Unterlagen liegen dort nur unlesbar verschlüsselt. Lesbar wäre, was der Dienst zum Betrieb braucht, etwa deine E-Mail-Adresse und die Namen deiner Geräte. Genau deshalb enthält eine Mail von Heldena nie einen Link zum Anklicken: Eine gestohlene Adressliste nützt niemandem, der dich damit hereinlegen will.
Ein manipulierter Server schiebt alte Daten unter.
Jeder Stand ist fortlaufend nummeriert und signiert; ältere Stände werden automatisch abgelehnt.
Du müsstest einer Firma die Schlüssel anvertrauen.
Musst du nicht. Die Schlüssel-Teile liegen ausschließlich bei deinen eigenen Vertrauenspersonen. Es gibt keinen zentralen Sammelspeicher.
Und die Extremfälle?
Ein Quantencomputer knackt die Verschlüsselung.
Dafür sind Verfahren eingeplant, die auch Quantencomputern standhalten.
Ein manipuliertes App-Update greift Phrasen ab.
Die App ist quelloffen und überprüfbar; unsere Sicherheitsprüfungen veröffentlichen wir.
Jemand zwingt dich körperlich zur Herausgabe.
Dagegen schützt keine Technik zuverlässig. Das benennen wir offen. Immerhin: an dein Erbe kommt niemand im Alleingang, und du kannst einen unauffälligen Zweit-Tresor mit Schein-Werten anlegen.

Der Erbfall im Detail

Wie deine Erben Zugang bekommen
Deine Erben bekommen eine E-Mail mit Link. Der Link führt nur zur App, ganz ohne Daten oder Schlüssel (abfangen bringt also nichts). Per Videocall weisen sie sich deinen Vertrauenspersonen gegenüber aus: das Video zeigt den richtigen Menschen, ein kurzer Code das richtige Gerät. Erst danach schickt jede Vertrauensperson ihr Schlüssel-Teil, nur für sie verschlüsselt. Auf ihren Geräten fügt sich der Schlüssel lokal zusammen und die Kiste öffnet. Keine Vertrauensperson hat dabei je einen Zugang gesehen.
Wenn es Heldena im Erbfall nicht mehr gibt
Dann läuft genau dieselbe Methode weiter, mit derselben App, ganz ohne uns: Jede Vertrauensperson schickt ihren verschlüsselten Schlüssel-Teil direkt (per E-Mail, WhatsApp & Co., QR-Code oder USB-Stick), die verschlüsselte Kiste kommt einmal mit, und die App setzt beim Erben lokal zusammen. Dieselbe App, dieselbe Sicherheit; nur der Versandweg läuft anders. Den sicheren Teil (verschlüsseln und lokal zusammensetzen) erledigt ohnehin immer die App auf den Geräten; wir kümmern uns, solange es uns gibt, nur um das Organisatorische drumherum: benachrichtigen und weiterleiten. Freigeben können einzig deine Vertrauenspersonen. Wir nie.

Standards

Welche Verschlüsselung nutzt Heldena?
AES-256, derselbe Standard, den Banken und Regierungen nutzen. Dein Schlüssel entsteht auf deinem Gerät und verlässt es nie; die Aufteilung auf Vertrauenspersonen nutzt Shamir Secret Sharing. Praktisch heißt das: Wird dein Laptop gestohlen, bleibt dein Tresor zu. Es fehlt, womit nur du ihn öffnest.
Nach welchen Sicherheits-Standards ist Heldena entwickelt?
Nach BSI IT-Grundschutz (Standard des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik) und OWASP (internationaler Standard für sichere Software). Jede unabhängige Sicherheitsprüfung veröffentlichen wir, sobald sie vorliegt.
Was „sieht" die KI, wenn doch nur ich meine Daten lesen kann?
Nur so viel, wie du ihr gibst, und sie ist komplett abschaltbar. Der Marktüberblick arbeitet mit allgemeinen Marktdaten und den Kategorien deiner Werte (z. B. „Aktienfonds", „Gold"), nicht mit deinen Klartext-Zugängen, Passwörtern oder geheimen Codes. Die verlassen dein Gerät nur verschlüsselt und bleiben auch für uns unlesbar. Den Assistenten-Chat fütterst allein du mit dem, was du hineinschreibst. Wer gar keine KI möchte, schaltet sie in den Einstellungen vollständig aus. Dann fließt dorthin nichts.

Häufige Detail-Fragen

Was, wenn ich meinen Schlüssel verliere?
Dein Schlüssel ist in mehrere Teile aufgeteilt (Shamir Secret Sharing) und bei deinen Vertrauenspersonen hinterlegt. Niemand allein kann ihn rekonstruieren; es ist immer die festgelegte Mindestanzahl nötig. Jede Wiederherstellung greift zudem erst nach einer Schutzfrist, in der du sie stoppen kannst. So kann sich niemand zu deinen Lebzeiten zusammentun und an deinen Zugang gelangen.
Was, wenn eine Vertrauensperson ihr Passwort verliert?
Nichts, worum du dich kümmern musst. Das löst sich von selbst. Verliert eine Vertrauensperson ihr Passwort, ist ihr Schlüssel-Teil weg (er war an genau ihr Konto gebunden). Sie klickt wie überall auf „Passwort vergessen", setzt ein neues, und bekommt dabei automatisch einen neuen Teil; der alte gilt nicht mehr. Niemand muss eingreifen, auch du nicht. (Technisch: Dein Gerät berechnet den neuen Teil und verschlüsselt ihn an ihren neuen Schlüssel. Der Server speichert nur Verschlüsseltes, lesen kann es niemand, auch Heldena nicht. Bist du bereits verstorben, springt die Redundanz ein: die übrigen Teile genügen.)
Warum eine Schutzfrist, wenn ich meinen Zugang wiederherstelle?
Sie schützt vor Identitätsdiebstahl. Würde sich jemand als du ausgeben und versuchen, deinen Zugang auf SEIN Gerät wiederherzustellen, wirst du sofort über alle deine Kanäle gewarnt, und stoppst es mit einem Tipp (Veto). Bist du es wirklich, wartest du die Frist einmalig ab. Sie dauert 14 Tage: lang genug, dass du einen Missbrauch bemerkst, kurz genug, dass du nicht wochenlang aus deinem eigenen Tresor ausgesperrt bist. Es gibt zwei verschiedene Schutzfristen, und der Unterschied hat einen Grund: Diese hier schützt DICH, solange du lebst und selbst stoppen kannst, deshalb ist sie kurz. Die Frist im Erbfall (90 Tage) schützt dich in einer Lage, in der du vielleicht gerade nicht auf dein Handy schaust, deshalb ist sie lang.
Kann jemand meinen Tod vortäuschen?
Nein. Mehrere Vertrauenspersonen müssen unabhängig bestätigen, und du wirst über deine eigenen Kanäle gewarnt und kannst alles stoppen (Veto). Eine Sterbeurkunde ist dabei kein Pflicht-Schritt. Sie wäre fälschbar und ist nicht die Sicherheit; den Schutz tragen Veto, die Mindestanzahl und die Identitätsprüfung deiner Erben.
Was, wenn ich lange im Krankenhaus liege: Öffnet sich dann alles von selbst?
Nein. Zeit allein öffnet nichts. Ohne eine aktive Meldung passiert gar nichts, egal wie lange: Erst wenn eine deiner Vertrauenspersonen deinen Tod meldet und die Mindestanzahl das unabhängig bestätigt, beginnt überhaupt die 90-Tage-Schutzfrist. Ein Krankenhausaufenthalt löst also nichts aus. Es gibt nichts, was du stoppen müsstest, weil niemand etwas gemeldet hat. Der einzige denkbare Weg wäre, dass sich mehrere deiner Vertrauenspersonen absprechen und deinen Tod wahrheitswidrig melden. Genau deshalb wählst du für diese Rolle Menschen, denen du zutraust, bei der Wahrheit zu bleiben. Und selbst dann sähen alle anderen Beteiligten die Meldung, und ein einziges „Nein" stoppt alles.
Was, wenn meine Vertrauenspersonen selbst betrügen?
Niemand kann das allein. Es braucht immer die festgelegte Mindestanzahl, die gemeinsam betrügen müsste; eine einzelne Vertrauensperson ist machtlos. Solange du lebst, kommt niemand an dir vorbei: Jeder Wiederherstellungs-Versuch wird dir gemeldet, greift erst nach einer Schutzfrist und lässt sich von dir stoppen (Veto). Und selbst im Erbfall sehen deine Vertrauenspersonen deine Daten nie. Ihre Schlüssel-Teile werden nur für deine Erben verschlüsselt und erst auf deren Geräten zusammengesetzt; sie reichen den Zugang also nur weiter, statt ihn selbst zu bekommen. Willst du es noch sicherer, wähl z. B. 3 von 5 statt 2 von 3. Dann müssten noch mehr gemeinsam betrügen, und es macht nichts, wenn eine Vertrauensperson einmal ausfällt.

Die ehrlichen Grenzen

Wir versprechen nicht, dass nie etwas passiert. Diese zwei Grenzen benennen wir offen:

Körperlicher Zwang: wenn dich jemand direkt zwingt, schützt keine Software allein.
Gekapertes, entsperrtes Gerät: ein vollständig übernommenes, schon entsperrtes Gerät kann niemand technisch retten. Das Zeitfenster dafür ist allerdings klein: Dein Tresor sperrt sich nach kurzer Inaktivität von selbst (einstellbar, z. B. nach 1 oder 5 Minuten).
Gegen alle übrigen Fälle gilt: kein einzelner Ausfall bedeutet Verlust.
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